Zum Projekt

Im Rahmen meiner Bachelor-Arbeit entstand dieses Projekt.

Einerseits war mir wichtig zu zeigen, dass ein Futter nicht nur technische Funktionen hat, sondern auch vielseitig genutzt werden kann ­– zum Beispiel als Träger eines Statements. Andererseits wollte ich einen nachhaltigen Beitrag gegen die Entwertung von Textilien und den Textilhandwerken leisten.

Konzept von TRAG HANDWERK

Die Textilindustrie wird immer schneller und wir brauchen immer etwas Neues. Das Bewusstsein dafür, welche Schritte und Handwerke hinter einem Kleidungsstück stecken, gehen immer mehr verloren. Wir wissen nicht mehr, welcher Aufwand für Mensch und Umwelt sich in Textilien verbergen, denn die Fast-Fashion-Preise täuschen uns. Also werfen wir unsere Kleidung weg, sobald sie kaputt ist oder sie uns nicht mehr gefällt. Statt sie zu flicken oder weiterzugeben. Diese prekäre Situation ist meine Inspiration und ein Anliegen, auf das ich mit meiner Arbeit aufmerksam machen möchte.

Ich entwickle einen Kleider-Flickservice, bei welchem ich kaputte Innenfutter von Jacken, Mänteln und Vestons mit einem von mir entworfenen Futterstoff ersetze. Für mein Anliegen entwerfe ich sechs Dessins für Futterstoffe mit mehreren Kolorits. Alle, die einen Bedarf haben und sich mit meiner Botschaft identifizieren, können meinen Service nutzen und sich das gewünschte Futter einnähen lassen. Damit verhelfe ich den Kleidern zu einem neuen Leben und meinen Anliegen zu einem dezenten Auftritt in der Öffentlichkeit.

Das Ziel dieses Service ist, die Trägerinnen und Träger täglich zu bestärken, für das Anliegen einzustehen, Gleichgesinnte zu finden, aber auch Andersdenkende zu sensibilisieren.

Die Entwürfe

Die Futterstoffe sind inspiriert von der Welt der Textilien. Sie zeigen verschiedene Aspekte und Zusammenhänge der Textilherstellung auf. Sie sollen dein und das vorhandene Textil-Wissen vieler anderer in Erinnerung rufen oder es erweitern. Mit den Futtern kannst du das Wissen auf eine neue Art teilen und zeigen, da du weisst welchen Wert Textilien besitzen.

Die Entwürfe basieren auf Zeichnungen mit Fineliner, Aquarell, Kohle sowie Fotografien und Frottagen. Sie wurden digital bearbeitet, rapportiert und mit einem Digitaldruck umgesetzt.